Ein Geschenk zum 100. Jubiläum

Eingesandt von Claus Biernoth sen.

‘Sehr geehrter Vorstand, liebe Mitglieder der Segler – Vereinigung Cuxhaven,

zum 100 jährigen Jubiläum ist es mir eine besondere Ehre/dem Verein ein außergewöhnliches Geschenk zu übereichen: eine originale Schiffsglocke, gefertigt im klassischen Sandguss-Verfahren, mit einem klaren, wohltönenden Klang, wie er seit Jahrhunderten auf See zu hören ist.

Diese Glocke stammt von einem havarierten Schiff, das einst vor Brunsbüttel gesunken ist. Sie trägt damit nicht nur maritimen Charakter, sondern auch ein Stück bewegter Geschichte in sich. Möge diese Glocke den Verein in den kommenden hundert Jahren begleiten und immer wieder den richtigen Kurs einläuten.

Gestiftet wird dieses besondere Original von der Cuxhavener Familie Claus Biernoth Junior und Claus Biernoth Senior. Der Senior war 25 Jahre als Betriebsingenieur auf der Mützelfeldtwerft tätig. Mein Schiff liegt hier im Vereinshafen.

Früher diente die Schiffsglocke an Bord zur Zeitmessung, dem sogenannten „Glasen“. Über Generationen hinweg strukturierte Ihr Schlag den Alltag auf See. Selbst die deutsche Marine hielt diese Tradition lange aufrecht, zuletzt auf dem Segelschulschiff Gorch Fock bis in das Jahr 2016. Und auch heute lebt dieser Brauch weiter: Zur Eröffnung der Kieler Woche wird traditonell mit acht Glasenschlägen gestartet. Ein kraftvolles Zeichen für Aufbruch und Gemeinschaft. Vielleicht ist dies auch eine schöne Anregung für die Zukunft: dass die Glocke eines Tages die Nordseewoche hier beim SVC feierlich einläutet.

Mit diesem Geschenk verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Herzlichen Glückwunsch zu 100 Jahren Vereinsgeschichte.

Mit freundlichen Grüßen

Dip!. Ing. Claus Biernoth Junior
und Claus Biernoth Senior

P.S.: Wir bedanken uns auch im Namen unserer Mitglieder sehr herzlich für dieses außergewöhnliche Geschenk. Wir werden dafür einen würdigen Platz im Hafen suchen.

Der Vorstand der Segler-Vereinigung Cuxhaven e.V.’

 


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1 Kommentar zu „Ein Geschenk zum 100. Jubiläum“

  1. Noch ein paar Anmerkungen zum Untergang der „SINUS“ ex „MERKUR“ im Mai 1995.
    Die „SINUS“ hatte in ihrem Laderaum eine Kurbelwelle mit einem Gewicht von 120 Tonnen. Dieses imposante Maschinenteil war bestimmt für eine Werft in Danzig. Das Interesse vom Bergungsteam war sehr groß,
    diese Kurbelwelle so schnell es geht aus dem Havaristen zu bergen. Dieses wurde vom Schwimmkran
    „THOR“ und seiner Crew bewerkstelligt. Die Kurbelwelle wurde auf einen Schwimmponton verladen und nach Hamburg gebracht zum reinigen und vermessen.
    An der Bergung der „SINUS“ waren damals die Schwimmkräne „THOR“ und „TAKLIFT 5“ beteiligt. Die Schlepper „HERMES“- „SALUS“- „BUGSIER 7“ – „BUGSIER11“ und die „ARION“ gehörten auch dazu.

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